Ein Abschied
von Walter Ineichen
Ich stieg auf ‘nen Leuchtturm und blicke hinaus
und lausche den Wogen des Meeres
ich höre des Windes Gebraus
Wogen und Wind sie machen Musik
mit Möwengekreische in Vollharmonie
schwelg‘ ich im Rausche der Meer Sinfonie.
Das schneeweisse Segel dort draussen im Meer
es zieht in die Weite davon
es wiegt sich im Winde und schaukelt umher
von ‘ner Schar Möwen begleitet
entschwindet es dort in der Ferne
welches sein Ziel ist, das wissen die Sterne.
Ich schwenke die Arme und winke good bye
und rufe, kehr‘ nie mehr zurück
wohin du nun segelst ist mir einerlei
möge der Wind dich begleiten
hinaus auf das endlose Meer
mein Abschied von dir geht mit Freude einher.
Denn was du an Bord hast, das sind meine Plagen
und all meine Leiden und Qualen
ich habe sie nicht mehr ertragen
segle mit ihnen weit weg
und schmeisse sie dort in die See
so tun sie mir niemals mehr weh.
Nun steig‘ ich vom Leuchtturm und schau‘ nicht zurück
ich hör‘ nur den Wind und die Wogen
in meiner Seele verspüre ich Glück
ich habe die Freiheit erobert
das Möwengekreische es ruft mir noch zu
Du bist zu beneiden, wie glücklich bist Du!
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